Vormittag der Altertumswissenschaften

Am Freitag, 6. Februar 2026, unternahmen die Lateinschüler:innen der 5R, 6R, 7R und 8R einen Lehrausgang an den Fachbereich Altertumswissenschaften der Paris Lodron-Universität Salzburg, um dort einen „Vormittag der Altertumswissenschaften“ zu verbringen. Im Zuge dieses zweiteiligen Workshops setzten sie sich sowohl kreativ als auch sprachwissenschaftlich mit der Antike auseinander.

Im Folgenden schildern drei Schülerinnen dieser Gruppe ihre Eindrücke von diesem Ausflug:

Im ersten Teil unseres Vormittags lernten wir über altertümliche Schriften und deren Überlieferung von der Antike über das Mittelalter bis in die Neuzeit. Wir gingen der Frage nach, wie sich über die Jahrtausende hinweg die Texte erhalten haben, die wir nun in unseren Schulbüchern vorfinden. Von der Tatsache, dass sich beim „Abschreiben“ auch immer wieder Fehler eingeschlichen haben, durften auch wir uns im Rahmen eines kleinen Experiments einen lebhaften Eindruck machen: Ein ursprünglich als Liebesgedicht gedachter Text von Catull verwandelte sich in ein Wirr-Warr von „Worten“.

(Hanna Maria & Leonie, 7R)

Den Großteil unseres Aufenthalts verbrachten wir im ehemaligen Bierkeller der Residenz, der heute als Abgusssammlung genutzt wird. In dem historischen Keller sind viele Nachbildungen von Skulpturen ausgestellt. Von ganzen Statuen über Tierdarstellungen bis hin zu kleineren Figuren ist alles dabei.

Wir hatten dort ungefähr eine Stunde Zeit, uns eine Figur auszusuchen, sie genau zu betrachten und anschließend abzuzeichnen. Dabei mussten wir besonders auf die Proportionen, Formen und Details achten. Die Kombination aus Betrachtung und eigener künstlerischer Tätigkeit half uns dabei, den dargestellten Figuren näherzukommen, sie in ihrer Gesamtheit zu betrachten und in ihrer Einzigartigkeit zu erfassen.

Zusätzlich erhielten wir eine Erklärung, wie solche Abgüsse gemacht werden und warum sie für den Unterricht wichtig sind. So lernten wir beispielsweise, dass die abgegossenen Figuren Darstellungen archaischer Kunst bis zur Kunst der römischen Kaiserzeit sind, die dadurch greif- und erlebbar wird.

Die Exkursion war eine tolle Möglichkeit, viel über das Zeichnen und gleichzeitig über die Geschichte der Figuren zu lernen!

(Maria-Luisa, 5R)